Unsere Leistungen
Das Gebäude will beraten werden...
Ein Gebäude muss ganzheitlich betrachtet werden. Nur so können kostenoptimierte, auf die Situation abgestimmte Lösungen gefunden werden…
1. Ganzheitliche Energieberatung aus einer Hand
Wir betrachten Ihr Gebäude in seiner Gesamtheit und entwickeln maßgeschneiderte Energiekonzepte, die technische, wirtschaftliche und bauphysikalische Aspekte in Einklang bringen.
2. Unabhängige Fachkompetenz – Ihr Vorteil
Als unabhängige Energieberater agieren wir ausschließlich in Ihrem Interesse und empfehlen nur Maßnahmen, die sich für Sie langfristig rechnen.
3. Energieausweise nach gesetzlichen Anforderungen
Wir erstellen bedarfs- und verbrauchsorientierte Energieausweise für Wohn- und Nichtwohngebäude – rechtssicher, termingerecht und verständlich aufbereitet.
4. Thermische Schwachstellen gezielt aufspüren
Mit modernen Analysemethoden – darunter thermografische Untersuchungen – identifizieren wir präzise, wo Wärmeenergie verloren geht und welche Maßnahmen den größten Effekt erzielen.
5. Fördermittelberatung: Kein Zuschuss bleibt ungenutzt
Im Förderdschungel von BAFA, KfW und regionalen Programmen behalten wir den Überblick und sichern Ihnen die maximal mögliche finanzielle Unterstützung für Ihr Sanierungsvorhaben.
6. Sanierungsplanung für Bestandsgebäude
Ob Einfamilienhaus oder Mehrfamiliengebäude – wir entwickeln individuelle Stufenpläne, mit denen Sie Ihr Gebäude wirtschaftlich und nachhaltig auf den neuesten energetischen Stand bringen.
7. Fassade, Dämmung und Putz – fachkundig beraten
Von Wärmedämm-Verbundsystemen bis hin zu hochwertigen Dickschichtputzen beraten wir Sie zu den bauphysikalisch optimalen Lösungen für eine langlebige und energieeffiziente Gebäudehülle.
8. Heizungsmodernisierung und erneuerbare Energien
Wir begleiten Sie bei der Umstellung auf moderne Heiztechnologien wie Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Solarthermie – und sorgen dafür, dass Technik und Gebäude perfekt zusammenpassen.
9. Werterhalt und Wertsteigerung Ihrer Immobilie
Energetische Sanierungen sind keine Ausgabe, sondern eine Investition – wir zeigen Ihnen, wie gezielte Maßnahmen den Immobilienwert dauerhaft steigern und Ihre Betriebskosten senken.
10. Persönliche Beratung – von Anfang bis Ende
Von der ersten Analyse über die Planung bis zur Schlussbegehung stehen wir Ihnen als verlässlicher Partner zur Seite und begleiten Ihr Projekt mit Engagement und Fachverstand.
Warum Dickschichtige Putze auf WDVS ?
Das Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) ist eine etablierte Technologie zur energetischen Ertüchtigung von Gebäudehüllen. Die gängigste Ausführungsvariante besteht aus einem geklebten und/oder gedübelten Dämmstoff, einer dünnen Armierungsschicht (Unterputz mit Glasfasergewebeeinlage) und einem Dünnschicht-Oberputz. Die Gesamtdicke dieses Putzaufbaus beträgt typischerweise lediglich 5 bis 8 mm.
Obwohl dieses System bauaufsichtlich zugelassen und weit
verbreitet ist, weist es spezifische Schwachstellen auf:
- Geringe
mechanische Widerstandsfähigkeit: Die dünne Putzschale ist anfällig
für Beschädigungen durch Stöße, Hagelschlag oder Vandalismus. - Minimale
Wärmespeicherkapazität: Die geringe Masse der Putzschicht führt zu
einem ungünstigen hygrothermischen Verhalten, was neben der Wasseraufnahmefähigkeit
die Hauptursache für die Tauwasserbildung und den daraus resultierenden
Algen- und Pilzbefall ist. - „Spechtlochproblematik“:
Die hohl klingende Oberfläche kann Spechte dazu verleiten, Nisthöhlen in
der Fassade anzulegen, was zu erheblichen Schäden führt.
Als hochwertige Alternative hierzu wurden mineralische Dickschicht-Putzsysteme auf WDVS entwickelt.
- Dünnschichtsystem: Besteht in der Regel aus einem Armierungsmörtel von 3-5 mm Dicke, in den ein Glasfasergewebe eingebettet wird. Darauf folgt ein meist organisch gebundener (Kunstharz-) oder mineralischer Oberputz von 2-3 mm Kornstärke.
- Dickschichtsystem: Basiert auf einem mineralischen Leichtputz (Typ II), der in einer deutlich höheren Schichtdicke von 15 bis 25 mm als Armierungs- und Unterputzlage aufgetragen wird. Auch hier wird ein Armierungsgewebe eingebettet, jedoch liegt es geschützter innerhalb der dickeren Putzschale. Der Oberputz kann mineralisch oder silikatisch ausgeführt werden. Die Gesamtdicke des Putzsystems übersteigt in der Regel 20 mm.
Die signifikant höhere Schichtdicke und die durchweg mineralische Natur des Dickschichtsystems führen zu entscheidenden Vorteilen.
Erhöhte mechanische Belastbarkeit und Robustheit
Die signifikant höhere Schichtdicke und die durchweg mineralische Natur des Dickschichtsystems führen zu entscheidenden Vorteilen.
Die Stoßfestigkeit einer Fassade ist ein Maß für ihre Fähigkeit, Energie aus mechanischen Einwirkungen aufzunehmen, ohne Schaden zu nehmen.
Ein dickschichtiger Putzaufbau mit einer dreifachen oder vierfachen Masse im Vergleich zum Dünnschichtsystem kann ein Vielfaches an Stoßenergie absorbieren und auf eine größere Fläche verteilen.
- Stoßfestigkeit: Während dünne Systeme oft nur eine Widerstandsfähigkeit von 3 bis 5 Joule aufweisen, erreichen dickschichtige Systeme problemlos Werte von > 15 Joule. Dies bietet einen weitaus besseren Schutz gegen alltägliche Belastungen (z.B. anlehnende Fahrräder, Ballwürfe) und Extremereignisse wie Hagelschlag.
- Schutz vor Punktlasten: Die „Spechtlochproblematik“ wird effektiv unterbunden. Der massive, mineralische Aufbau bietet dem Schnabel des Vogels einen Widerstand, der ihn von weiteren Versuchen abhält.
Verbesserung der hygrothermischen Eigenschaften
Dies ist der entscheidendste Vorteil im Hinblick auf die Langlebigkeit und Ästhetik der
Ein Dickschichtputz mit einer Dicke von 20 mm hat im Vergleich zu einem 5 mm dicken Dünnschichtputz (bei ähnlicher Dichte und spezifischer Wärmekapazität) eine viermal so hohe Wärmespeicherkapazität.
Dieser physikalische Fakt hat direkte Konsequenzen:
- Thermische Pufferung: Tagsüber absorbiert die dicke Putzschicht deutlich mehr Sonnenenergie und heizt sich auf. In der Nacht gibt sie diese gespeicherte Wärme langsam wieder an die Oberfläche ab.
- Stabilisierung der Oberflächentemperatur: Die Putzschale wirkt als thermischer Puffer. Die nächtliche Abkühlung der Oberfläche durch Abstrahlung wird signifikant verlangsamt und abgemildert.
- Minimierung der Tauwasserbildung: Dadurch, dass die Oberflächentemperatur länger auf einem höheren Niveau gehalten wird, sinkt sie seltener und für kürzere Zeiträume unter die Taupunkttemperatur.
Dieser Effekt ist die wirksamste physikalische Prävention gegen Algen- und Pilzbefall und ist in seiner Wirkung der hydrophilen Eigenschaft noch überlegen, wobei eine Kombination beider Prinzipien (dicker, hydrophiler Putz) die optimale Lösung darstellt.
Optimiertes Rissverhalten und Langlebigkeit
Durch thermische Längenänderungen und Feuchtebewegungen entstehen Spannungen in der Putzschale. Eine dickere Schicht kann diese Spannungen besser aufnehmen und verteilen, was die Gefahr von Rissbildung reduziert. Das Armierungsgewebe ist zudem tiefer und geschützter im Putzaufbau eingebettet. Mineralische Systeme sind zudem UV-beständiger und neigen weniger zum Verspröden als organische Bindemittel, was die Lebensdauer weiter erhöht.
Fazit
Dickschichtige Putzsysteme auf WDVS stellen eine bauphysikalisch und mechanisch überlegene Alternative zu den Standard-Dünnschichtsystemen dar. Durch ihre signifikant höhere Masse bieten sie eine überragende Robustheit gegenüber mechanischen Einwirkungen. Der entscheidende Vorteil liegt jedoch in ihrer hohen Wärmespeicherkapazität, die als thermischer Puffer agiert, die nächtliche Abkühlung der Fassadenoberfläche dämpft und so die Hauptursache für Algen- und Pilzwachstum – die langanhaltende Tauwasserbildung – auf physikalischem Wege massiv reduziert. Obwohl die initialen Investitionskosten höher sein können, führen die gesteigerte Langlebigkeit, der geringere Instandhaltungsaufwand und die dauerhaft saubere Optik zu einer höheren Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes.
Durch die Art und Weise, welcher Putz wie aufgetragen wird, kann das Gebäude in neuem Glas erstrahlen.
Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.
Warum der "Lotuseffekt" nicht immer die beste lösung ist
Hydrophile Putze zeichnen sich durch eine ausgeprägte Wasseraufnahmefähigkeit der Putzmatrix und meist silikatische oder mineralische Bindemittel (z. B. Zement, Kalk, NHL, Silikate) aus.
Material- und Wirkprinzipien
Hydrophilie bezeichnet die Affinität eines Materials zu Wasser. Bei hydrophilen Putzen führt die Kapillarstruktur und die Oberflächenchemie zu einer erhöhten sorptiven Aufnahme von flüssigem Wasser (kapillare Saugfähigkeit) und gleichzeitig zu einer hohen Verdunstungsbereitschaft. Die Mikrostruktur (Porositätsverteilung: Makro‑, Meso‑ und Mikroporen) steuert Kapillarleitfähigkeit sowie Diffusionswiderstand für Wasserdampf.
Wesentliche Vorteile
- Verbesserter Feuchteausgleich
- Hydrophile Putze nehmen Einstrahl‑/Schadfeuchte schnell auf und verteilen sie kapillar über eine größere Fläche; dadurch sinken lokale Feuchtespitzen und das Risiko von Kondensationsstellen ab. Dies fördert die Homogenisierung des Feuchteprofils in der Putzschicht.
- Folge: geringere biologische Besiedlungsneigung an lokalen Feuchtepunkten.
- Fördern der Austrocknung
- Durch hohe Dampfpermeabilität und gute Wasserspeicherung können hydrophile Putze Verdunstung und damit Trocknung nach Feuchtebelastungen (z. B. Schlagregen, aufsteigende Feuchte) unterstützen. Der Feuchteeintrag wird kurzzeitig gebunden und gleichmäßig an die Oberfläche abgegeben.
- Bildreferenz: Messkurven der Trocknungszeit (Feuchtegehalt vs. Zeit) bei hydrophilem vs. hydrophobiertem Putz.
- Reduzierter Salzschaden (in Teilen)
- Bei diffusionsoffenen hydrophilen Putzen verteilt sich in Lösung vorhandene Salzfracht über ein größeres Volumen; dadurch sinken lokale Salzkonzentrationen und Salzkrustenbildung kann reduziert werden. Voraussetzung ist eine ausreichende Durchfeuchtung/Austrocknung, damit Salze nicht nur an der Oberfläche kristallisieren.
- Anmerkung: Bei hoher Salzlaster und fehlender Wasserabführung kann dennoch Schadwirkung auftreten.
- Kompatibilität mit historischen Substraten
- Mineralische hydrophile Putze zeigen meist gute hygrische und mechanische Kompatibilität zu historischen Mauerwerken (hohe Wasserdampf‑ und Kapillartransportfähigkeit, ähnliche Wärmeausdehnung, CO2‑Diffusion), was Bautenschutzkriterien erfüllt.
- Resistenz gegen Rissbildung durch Feuchtegradienten
- Die Pufferung von Feuchte reduziert schnelle lokal begrenzte Spannungswechsel in der Putzmatrix, was Rissbildung infolge thermischer/feuchtebedingter Deformationswechsel vermindern kann.
Einschränkungen und Randbedingungen
- Hydrophilie allein garantiert nicht Dauerhaftigkeit: Bindemittelqualität, Porenvolumenverteilung, Frost‑Taushalt, chlorid-/sulfathaltige Umgebungen und mechanische Belastungen sind entscheidend.
- Bei dauerhaft hoher Wasserzufuhr (Grundwasserstau, dauerhafter Schlagregen ohne Schutz) können hydrophile Putze mehr Wasser aufnehmen und so länger feucht bleiben — was Mikrobenwachstum und Frostschäden begünstigen kann.
- Chemische Schutzausbildung (z. B. Hydrophobierung) vermindert Hydrophilie und verändert Funktion — daher Einsatzkonzept wichtig.
Praktische Empfehlungen
- Einsatz dort, wo Feuchteabsorption und Austrocknung erwünscht sind: historische Substrate, Fassaden mit zeitweiliger Feuchtebelastung, innen feuchtewechselnde Räume.
- Prüfung der Salzgehalte und mechanischen Bedingungen vor Anwendung.
- Kombination mit wasserableitenden Maßnahmen (z. B. Vermeidung von Staunässe, funktionale Abdichtungen) zur Vermeidung Dauerfeuchte.
Zusammenfassung
Hydrophile Putze bieten durch erhöhte Kapillaraufnahme und hohe Dampfdiffusionsoffenheit Vorteile im Feuchtemanagement, in der Austrocknung und in der Kompatibilität zu historischen Mauerwerken. Ihre Wirksamkeit ist jedoch an Randbedingungen (Belastung durch Wasser, Salz, Frost) gebunden. Visualisierte Messdaten zu Sorptionsisothermen, Trocknungskurven und Mikroporosität sind empfehlenswert, um Materialwahl und Schichtdicken optimiert zu begründen.
Wir beraten sie gerne. Kontaktieren Sie uns!
Energieberatung: Wärme spüren, Kosten senken
Die jährliche Heizkostenrechnung erzählt oft nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte verbirgt sich dort, wo wertvolle Wärme durch ungedämmte Dächer, alte Fenster oder ineffiziente Heizanlagen entweicht. Eine professionelle Energieberatung spürt diese Schwachstellen gezielt auf und legt die Grundlage für ein maßgeschneidertes Konzept. Durchdachte Dämmmaßnahmen, moderne Fenster und der kluge Einsatz erneuerbarer Energien verwandeln ein Haus in einen Ort des Komforts, senken die Betriebskosten dauerhaft und steigern den Immobilienwert spürbar. Entscheidend ist dabei auch eine qualifizierte Fördermittelberatung, die als Lotse im Förderdschungel sicherstellt, dass alle verfügbaren Zuschüsse optimal genutzt werden.
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Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

